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Das ist ein Thema, zu dem ich vermutlich hunderte von Artikeln schreiben könnte. Es gibt unendlich viele Tipps und Tricks, wie man seine Zeit im Proberaum effektiv und effizient gestalten kann. Ein paar der wichtigsten will ich im ersten Teil dieser Serie mal kurz anreißen.
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- Die Vorbereitung.
Ja ja, ich weiß, mega uncool. Jetzt hat man sich schon mit Gründung einer eigenen Band dafür entschieden, eine Stufe Richtung Coolness aufzusteigen und muss jetzt gefühlte zwei Stufen wieder runter. Wer bereitet sich denn schon auf die Probe vor?
Aber allein die Frage impliziert schon einen fehlenden Respekt vor dem, was du mit deiner Band tust. Abgesehen davon, dass keine gute Probe zustande kommen kann, wenn du nicht vorbereitet bist, missbrauchst du deine eigene Lebenszeit, die deiner Bandkollegen und hast am Ende vermutlich nicht mal Spaß auf der Bühne, weil alles kreuz und quer läuft.
Was eine richtig gute Probe ausmacht, und was genau “Probe” eigentlich bedeutet, habe ich selbst mit meinen Bands auch erst sehr spät gemerkt. Wenn du die einzelnen Parts an deinem Instrument wiederholt spielst, um sie dann im Song ohne Fehler und Tempowechsel flüssig und sauber spielen zu können, nennt sich das: Üben. Die Probe allerdings ist dafür da alle – bereits geübten – Einzelstimmen der beteiligten Musiker “tight” zu kriegen. “Tight” ist ein Wort, das jeder für sich ein bisschen anders definiert; der Einfachheit halber sage ich mal druckvoll/harmonisch/”zusammen”. Erst, wenn man gut vorbereitet ist, seine eigene Instrumentalstimme bestens beherrscht, kann man proben. Davor übt man. Und gemeinsames Üben im Proberaum ist erfahrungsgemäß reine Zeitverschwendung. - Der Bandleader
Du brauchst auf jeden Fall einen Bandleader. Demokratie in allen Ehren, aber bei Bandproben geht alles schneller, besser und auch reibungsloser, wenn man einen “Verantwortlichen” hat. Der muss noch nicht einmal zum Bandleader “gewählt” worden sein. Es reicht schon, wenn einer sich so verhält, als hätte er das Sagen, und die anderen argumentieren nicht dagegen. Wenn eine einzige Person die Entscheidungen trifft, dann passiert auch wirklich was. Sätze wie “Häh? Was ist das an der Stelle für ein Akkord?” oder “…sollen wir da jetzt eher langsam spielen oder das Tempo ein wenig anziehen…?” sind Fragen, die ein Bandleader ohne große Umwege beantwortet. Kein Blick in die Runde, es werden keine Stimmzettel verteilt. Das heißt jedoch nicht gleich: Diktatur. Man muss mit dem Bandleader nicht immer einer Meinung sein; bei Bedarf können seine Entscheidungen durchaus diskutiert werden. Aber auf alle Fälle hilft es, wenn jemand klare Ansagen macht. Der Rest fügt sich meist von selbst. - Die Lupen-Technik
Das ist schon fast kein Tipp, sondern ein Zaubertrick. Nichts hat mir selbst in meinen Bands so sehr geholfen wie die Lupen-Technik. Den Begriff brauchst du nicht nachzuschlagen, den habe ich schnell erfunden, um zu veranschaulichen, was bei dieser Art zu proben genau passiert. Wenn dich dieses Thema interessiert, schau mal hier rein. - Zeiteinteilung
Oft ist die Bandprobe auch ein Wiedersehen und wird dementsprechend – mit Bier – begossen und zelebriert. Da ist auch nichts Verwerfliches dran – Auto einfach stehen lassen und mit der Anzahl Bier nicht allzu sehr experimentieren.
Was bei solch einer Zusammenkunft jedoch oftmals auf der Strecke bleibt, ist die Sache, wegen der man sich ursprünglich getroffen hat: das Proben. Teilt euch die Probezeit immer so ein, dass ihr maximal 20% der Zeit trinkt und quatscht, die restlichen 80% jedoch konzentriert an euren Songs arbeiten könnt. Das Verhältnis 80/20 ist hier auch nicht zufällig gewählt und dir vielleicht unter dem Namen Pareto-Prinzip bekannt.
- Die Vorbereitung.
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